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Ravello


22.10.15_Ravello_alois-Steiner.deDa in der letzten Nacht ein heftiges Unwetter über uns hinwegfegte, war es am Vormittag noch ziemlich diesig. An der Piazza Flavio Gioia bestiegen wir einen Bus, und zwar einen Sightseeingbus.
Jeder kennt inzwischen diese Fahrzeuge, meist in Rot und ohne Dach, so auch Unserer.
Wir waren die einzigen Gäste an Bord. Kein anderer war so bescheuert wie wir, und ließ sich bei Nebel ohne Dach überm Kopf durch die Gegend kutschieren.
Auf der SS 316 ging es gleich kurvenreich Richtung Süden los. Nach einigen Minuten erreichten wir Atrani. Der Ort hat weniger als 1000 Einwohner und hat sich aufgrund seiner Lage, dem sanften Tourismus verschrieben. Vom Wasser aus gesehen, sieht dieser kleine Ort aus wie eine Theaterbühne.
Im Dom San Salvatore de' Bireto, der im Jahre 1087 fertiggestellt wurde, wurden nach geschichtlicher Überlieferung die Dogen der Seerepublik Amalfi gekrönt.
Auf der Strata Statale fuhren wir weiter nach Castiglione. Am Ortsende bogen wir auf die SS373, die uns durch das Valle del Dragone nach hoch nach Ravello, auf 365 m über dem Meeresspiegel führte.
Der Bus hielt an der Via Giovanni Boccaccio.22.10.15_Ravello_alois-Steiner.de Von dort erreichten wir nach wenigen Minuten die Piazza Centrale. Hinter dem Giardini Caffè Calce stießen wir auf die Via Wagner.


Hier in Ravello sollte sich im Jahre 1880 Richard Wagner Inspirationen für sein Bühnenwerk im zweiten Akt aus der Oper Parsifal, geholt haben. Im zu Ehren wurde auch eine Straße benannt.
Seit 1953 werden hier auch alljährlich die weltberühmten Wagner Festivals abgehalten.
Es war schon ein erhabenes Gefühl, den selben Weg zu beschreiten, auf dem vor mehr als 130 Jahren Richard und Cosima gegangen waren.
Ein unbedingtes Muss, waren der Besuch der Villa Rufola. Die Gründungslegende erzählt uns, dass Ravello bereits im 5. Jahrhundert von reichen römische Patrizierfamilien besiedelt worden sei.
Sie hatten vor den plündernden Barbaren Zuflucht gesucht hatten und sich im späteren Ravello niedergelassen.
Im 12.Jahrhundert kam die reiche Familie Rufola nach Ravello, und baute sich dort einen riesigen Palast mit wundervollen Gärten. Die allerdings wurden vom Schotten Francis Neville Reid 1851 nach radikale Umgestaltung neu angelegt, und sind bis heute noch zu bewundern.

 

In diesen Gärten werden seit 1953 die Festspiele abgehalten. Dafür wird alljährlich eine riesige Bühne aufgebaut, die weit über die steil abfallende Felswand hinausragt, sodaß der Eindruck einer schwebenden Kulisse erweckt wird.

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