Norddeutschland: Oder‑Elbe-Tour

Oder‑Elbe‑Tour: Eindrücke und Bilder

Eine sechzehntägige Radtour durch Norddeutschland entlang von Oder und Elbe – komplett im bewährten Freestyle-Modus. Feste Routen oder starre Vorgaben gab es nicht, dafür reichlich Natur, weite Deiche und natürlich der obligatorische norddeutsche Gegenwind, der ordentlich an den Kräften gezehrt hat. Es war eine Reise voller spontaner Kursänderungen, ungeplanter Herausforderungen und unvergesslicher Begegnungen am Flussufer. Weiter unten nehme ich dich mit auf die sechzehn Tage im Sattel, die einmal mehr gezeigt haben, dass das echte Abenteuer abseits der vorgegebenen Pfade wartet – perfekt passend zu meiner Philosophie von „Feuer, Kraft & Farben“.

Das Holstentor

Ich verfolgte auch diesmal keine starre Route. Um an die Ostsee zu kommen, war die erste Anlaufstelle die Hansestadt Lübeck. Es ging immer der Küste entlang: Wismar, Kühlungsborn und Rostock. Danach verließ ich die Ostsee und durchquerte waagerecht den Abschnitt, bis ich schließlich in Anklam landete. Ich fuhr hoch bis zur Zecheriner Brücke, die nach Usedom führte. Eine Einpersonen-Fähre setzte mich von Karnin rüber nach Kamp. Von dort aus radelte ich durch das Stettiner Haff nach Schwedt.
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An der Oder

Nach einem ausgiebigen Frühstück befuhr ich kurze Zeit später den Oder-Radweg. Auch wenn ich Gegenwind hatte, zog mich die Landschaft sofort in ihren Bann. Ich blieb immer wieder stehen, um die weiten Auen und den ruhigen Fluss zu bewundern. Einige Kilometer vor Frankfurt an der Oder hatte ich das Gewitter im Nacken. Weit und breit war weder ein Campingplatz noch eine Pension in Sicht. Im Ort Lebus hatte ich schließlich Glück und fand einen Gasthof direkt am Radweg. Die ganze Nacht tobte das Gewitter – da hätte mir mein Zelt auch nicht viel geholfen.
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Im Biotopischen
 Resevat

Am nächsten Tag radelte ich bei Regen bis Cottbus und stieg dort in die Bahn, die mich nach Dresden brachte. In Dresden angekommen, suchte ich den Radweg, der nach Bad Schandau führte. In Königstein wurde mir das Gedränge zu viel und ich kehrte kurzerhand um. Nach Meißen wurde es angenehmer. In der Lutherstadt Wittenberg schlug ich mein Zelt auf und besuchte die Stadt. Nach Wörlitz durchquerte ich das biotopische Reservat und fand in Schönebeck eine nette Bleibe, wo ich mich rundum wohlfühlte.
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Hundertwasserhaus

Die letzten drei Tage lagen vor mir und ich wurde unruhig. Ich merkte, dass mir das Auge für die schöne Landschaft abhandengekommen war. Für mich zählten ab jetzt nur noch die Kilometer, die ich am Ende des Tages geschafft hatte. Magdeburg durchquerte ich und stieß eher zufällig auf das berühmte Hundertwasserhaus. Die Städte wie Wolfsburg, Gifhorn und Celle saugte ich förmlich ein. 40 Kilometer vor Bremen musste ich noch eine Übernachtung einlegen. Ich ließ mir eine Pizza liefern und schlug mir den Bauch damit voll. Am nächsten Morgen näherte ich mich Bremen fast wie in Trance.
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