Bücher

Hinter dem Schicksal links

Ruben L. Stein

Es ist wieder da, dieses hochtönende Geräusch. Und dann plötzlich wie abgeschnitten …Stille … Ob er die 70er Marke überschritten 
Bei der Geschwindigkeit einen Blick auf das Navi zu riskieren, könnte ihm das Leben kosten. Es interessiert Ruben aber nicht im Geringsten. An dieser Schwelle stand er schon zu oft. Diesmal aber hatte er den Hebel in der Hand. Er will seinen Weg, für den er so gelitten hat, zu Ende gehen.

Schon kurz nach seiner Geburt blicke er dem Tod in die Augen. Fremdes Blut rettete ihn im letzten Augenblick. Aber in dem vermeintlich lebensrettenden Saft befand sich ein heimtückischer Virus, der ihn Jahrzehnte begleitet. Rubens Eltern ahnten nichts von der tickenden Zeitbombe in seinem Körper.

Seine Kindheit und Jugend durchlebte er mit einem Hang zu grenzwertigen Abenteuern. Dieser Trieb wird erst durch das frühzeitige Verlassen seiner Heimat gestillt. Manchmal verfällt er in Melancholie und tut es als Heimweh ab.

Jahrzehnte später wird der Verursacher entdeckt. Wieder steht er einem Feind gegenüber, der mit Interferon regelrecht aus seinem Körper geschwemmt wird. Zurück bleibt ein Wrack, welches nicht in der Lage ist, sein Fahrrad 200 Meter zu schieben.

Derselbe Mensch, Ruben eben, sitzt seit 12 Tagen auf dem Rad. Während seiner Reise erinnert er sich an Szenen aus seiner frühen Kindheit und muss über seine eigenen Streiche lachen.

Er kann die Bilder nicht verdrängen, die ihn an seinen zweijährigen Kampf erinnern.

Als ihn die Rettungssanitäter, wie bei einer muslimischen Beerdigung in einen Leinensack gehüllt, nach unten geschleift haben.

Nein, es war nicht lustig, und doch kann er ein Lächeln nicht verbergen. Er macht es sich zur Aufgabe, jeder Tragödie etwas Komisches abzugewinnen. 

Sein eiserner Wille und eine Portion Selbstironie stehen ihm als zuverlässige Therapeuten zur Seite.

Ob der Einfluss der beiden ausreicht, um diese Ochsentour glücklich zu beenden?

Die Angerl-Trilogie: Eine wahre Lebensgeschichte

Vom erbärmlichen Start ins Leben über die Einsamkeit auf der Alm bis hin zu den Schicksalsschlägen der folgenden Generationen: Diese Trilogie erzählt die bewegende, wahre Lebensgeschichte meiner Mutter. Ein Denkmal aus eisernem Willen, Glauben und unerschütterlicher Selbstironie.

Angerl, ein Kind von nicht mal fünf Jahren, wohnt mit ihrer Familie unter erbärmlichen Umständen. Aus schierer Verzweiflung übergibt die Mutter das Mädchen in die Obhut wildfremder Menschen. Schnell verblassen die Erinnerungen an ihr echtes Zuhause.

In der neuen Dorfgemeinde spricht sich ihr sanftes Wesen und ihre tiefe Verbundenheit zur Natur rasch herum. Schon mit 15 Jahren bewirtschaftet Angerl ganz alleine als Sennerin eine Alm. Mit 19 Jahren nimmt sie eine Stellung als Magd auf einem Bauernhof an. Dort kommt sie dem Bauernsohn Gustl näher – was zwei Jahre später nicht ohne Folgen bleibt. Das bis dahin ungetrübte Verhältnis zur Bäuerin ändert sich schlagartig, als diese ...

Mitsamt ihrer kleinen Familie kehrt Angerl ihrer Heimat den Rücken – in der Hoffnung auf ein Leben, in dem die Wunden der Vergangenheit endlich verheilen können. Doch schnell muss sie erkennen, dass selbst in der Abgeschiedenheit nicht alles so ist, wie im Traum erhofft.

Die Familie wächst, und mit ihr die Sorgen. In Angerls Mann Dani macht sich eine schleichende Veränderung bemerkbar. Um dem Alltag zu entfliehen, sucht Angerl ihr Seelenheil immer öfter im Glauben. Sie erinnert sich an die Worte einer Wahrsagerin: „Dein Glück wirst du nur in deinem Glauben finden.“ Diesen Glauben versucht sie nun ohne Wenn und Aber an ihre Kinder weiterzugeben – wenn es sein muss, mit aller Härte. Die Konflikte häufen sich …

Kaum hatte Luis das Licht der Welt erblickt, schlug ihm schon pure Härte entgegen. Das Klinikpersonal wurde handgreiflich – sein Start ins Leben geriet zum Kampf. Von diesem Moment an war klar: Niemand würde ihn tragen. Er musste sich seinen Weg selbst erkämpfen.

Luis war nicht der Mensch, der das Leben aus sicherer Ufernähe betrachtete. Er stellte sich den Strömungen, stemmte sich gegen jede Welle, die ihn niederzudrücken drohte. Abenteuerlustig forderte er manche Gefahr geradezu heraus – trotz des Risikos, das unter der Oberfläche lauerte. Doch eine Stromschnelle wurde ihm zum Verhängnis: Mächtiger und gnadenloser als alles, was er je durchstanden hatte, riss sie ihn mit sich fort und veränderte alles – ein Moment, der ihn für immer zeichnen sollte.

©Urheberrecht. Alle Rechte vorbehalten.

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.