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Elbe-Oder-Tour 2017

Am Vortag montierte ich die bereits fertig gepackten Taschen. Jetzt noch eine Nacht schlafen ....

 

Es kann losgehen

29.05.2017_Reisefertig_Elbe-Oder_Tour_800x450-luis-steiner.deMontag den 29. Mai 2017.
Mein Rad hatte ich bereits am Vorabend mit den Satteltaschen bestückt. Es mussten nur noch die Wasserflaschen aufgefüllt werden, danach konnte es losgehen.
Warum ich nicht wie sonst, sofort den kürzesten Weg über das Blockland fuhr, konnte ich mir nachher nicht erklären. So schlängelte ich mich eine Ewigkeit von Ampel zu Ampel durch Bremen, bis ich endlich den Stadtrand erreicht hatte. An unserer Firma, die auf dem Weg lag, baute ich den Lowrider um, damit die Taschen nicht dauernd in die Speichen des Vorderrades kamen. Nach einigen Handgriffen und einer Tasse Kaffee setzte ich meinen Weg in Richtung Hamburg fort.
Selbst nach knapp 80 km fühlte ich mich noch erstaunlich fit, als ich eine Abkürzung witterte. Wider besseren Wissens fuhr ich durch den leichten Rückenwind beflügelt, fröhlich diese Straße entlang, die nach einigen Kilometern zu einem Weg wurde, der später mitten im Wald, an einem Schlagbaum endete. Hier gab es für mich kein Weiterkommen mehr. Mir blieb demnach keine andere Wahl, als wieder dahin zu fahren, wo das ganze Dilemma seinen Anfang nahm. Mein Problem war nur, dass ich mich nicht mehr genau erinnern konnte, wo ich „vom rechten Weg" abgekommen war. Erst dank meines Navis gelang es mir, wieder die alte Fährte aufzunehmen.

Das waren mal zwischendurch 27 km, die ich auf der Strecke gelassen hatte. Die schöne Landschaft und mein ungebrochener Vorwärtsdrang, ließ mich schnell den kleinen Umweg vergessen. Vorbei ging es an einer Mühle in Kampen und einem Hof mit lauter Gänsen. Da musste ich einfach stehenbleiben und mir die Gänseschar anschauen. Dem Flüsschen Seeve folgte ich bis kurz vor seiner Einmündung in die Elbe.
Meine erste Übernachtung hatte ich auf dem Campingplatz in Laßrönne an der Elbe eingeplant. Damit hatte ich die magische Hundert-Kilometermarke längst um einiges überschritten.
Aber hier gab es seit Ewigkeiten keinen Campingplatz mehr, wie mir ein Dorfbewohner berichtete. Also musste ich noch einige Kilometer weiter, zum nächsten Platz nach Stove fahren. Hier boten sich mir zwei Möglichkeiten an. Entweder direkt an der Elbe mein Nachtquartier aufschlagen, oder so wie ich mich entschieden hatte, im Landesinneren, also hinterm Deich. Da hatte ich die ganze Wiese für mich alleine. Ich stellte aus alter Gewohnheit mein Zelt so auf, dass ich am nächsten Morgen, falls denn die Sonne scheint, von ihr geweckt werden würde.
Nachdem alles aufgebaut und verstaut war, begab ich mich mit der Kulturtasche unter dem Arm, Handtuch und Trainingsanzug über die Schulter, zu den nahegelegenen Sanitärräumen. Erfrischt und umgezogen ging ich anschließend ins Restaurant. Danach genoss ich oben am Deich sitzend noch den stimmungsvollen Sonnenuntergang.
Ich war mit dem heutigen Tag und der Entscheidung, den Platz im Landesinneren gewählt zu haben, zufrieden. An der Elbuferseite war doch wesentlich mehr Unruhe.

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  • Gänsefarm
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  • Die erste Mühle vor Hamburg
    Die erste Mühle vor Hamburg
  • Entlang der Kleinen Seeve
    Entlang der Kleinen Seeve
  • Die Kleine Seeve
    Die Kleine Seeve
  • Das Schlafzimmer ist eingeräumt
    Das Schlafzimmer ist eingeräumt
  • Abendstimmung an der Elbe
    Abendstimmung an der Elbe

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