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Oder - Elbe - Tour 2017

Durch den sanften Osten, so heißt der Titel meiner Reisenotizen.

 

Ein kleines Büchlein mit großen Folgen

Elberadweg_www.luis-steiner.deIch weiß heute nicht mehr, wer mir dieses kleine Büchlein vom Elberadweg in die Hand gedrückt hatte. Seitdem jedenfalls, ging mir diese Tour nicht mehr aus dem Kopf.
 Es musste 2011 oder 2012 gewesen sein, als wir zu einem Konzert der Rattles nach Schwarzenbach ins Erzgebirge pilgerten. Auf dem Rückweg fuhren wir über Pirna nach Bad Schandau.

 Damals hatte ich nicht im Entferntesten daran gedacht, jemals diese Strecke mit dem Fahrrad in absehbarer Zeit  zu befahren. Doch diese Region hatte es mir seitdem angetan.
 Als ich es ein Jahr später, nach Österreich und später sogar bis runter nach Florenz schaffte, befasste ich mich erneut und immer öfter mit dem Elberadweg.2013_Unterwegs_in_Österreich_Alois-Steiner_800
2016 sollte es soweit sein. Alles war bis ins letzte Detail vorbereitet. Der Bus sollte mich mit Fahrrad und Gepäck nach Dresden bringen. Das Problem, es wurde nur eine Direktverbindung ab Hannover angeboten. Aber auch das hatten wir gelöst.

 Meine Frau wollte mich am frühen Morgen mit dem Auto nach Hannover bringen. Eine Stunde vor der geplanten Abreise blies ich das ganze Vorhaben spontan ab. Ob es  an der fehlenden Motivation lag? Ich weiß es bis heute nicht.

 Ich flüchtete einige Wochen später in eine Die-Abendsonne-lässt-grüßenfünftägige Ersatztour im norddeutschen Raum, die mir allerdings nicht annähernd die nötige Befriedigung bescheren konnte.
 Seit August 2016 arbeitete ich verbissen an meiner Kondition. Vorwiegend konzentrierte ich mich auf das Laufen, und stellte parallel dazu meine Essgewohnheiten um. Es gelang mir fast mühelos, mehr als zwanzig Kilo abzutrainieren.
 Jetzt rückte das Unternehmen Elbradweg in greifbare Nähe und nahm konkrete Formen an.
 Meine Erfahrung, was die Ausrüstung anbelangte, hatte ich längst. Darüber brauchte ich mir keine weiteren Gedanken machen. Größere Investitionen mussten auch nicht mehr getätigt werden. Das Einzige, was ich mir noch besorgt hatte, war eine ultraleichte Isomatte. Diese wurde gegen die Decke, die ich mir bei meiner ersten Tour nach Österreich unterwegs gekauft hatte, und bis dato immer treue Dienste erwiesen hatte, ausgetauscht. Sie wog schließlich das Doppelte. Selbst die gefederte Vorderradgabel musste ich wieder gegen die starre austauschen. Denn nur auf der ließ sich der unverzichtbare Lowrider montieren, um meine Gepäcktaschen aufzunehmen.

 Zum nächsten Kapitel:  Die Streckenplanung
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